Freitag, 31. Juli 2026

Cinny in Killesberg in Stuttgart beim Foreigner Konzert - Tag 1 #Reisen #Freilichtbühne #Bahnausfall

Es ist jetzt schon wieder fast zwei Monate her, dass wir auf dem Foreigner‑Konzert in Stuttgart waren! Wie immer habe ich alles vorher geplant und diesmal ist so viel schiefgegangen. :D Ich hatte uns eine Ferienwohnung in Murrhardt gesucht – ca. 30 Minuten Fahrt bis nach Stuttgart. Es sah ruhig aus und drumherum war einiges für Schatzi zum Fotografieren. Wir wollten ja nur für das Konzert nach Stuttgart, also musste die Ferienwohnung nicht total nah sein.

Wir sind hier echt zu spät los und dann war der Verkehr die Hölle. Es war ein Wochentag, also viele LKWs unterwegs. Dazu gibt es so viele Baustellen und so waren wir ständig im Stopp‑and‑Go. Wir sind nicht direkt zur Ferienwohnung gefahren, sondern erst einmal zu einem Shoppingcenter, damit wir etwas zum Abendessen kaufen konnten. Danach ging es weiter zur Unterkunft.

Die war nicht direkt in Murrhardt, sondern in einem kleinen Ort außerhalb. Irgendwann sagte das Navi, dass wir abbiegen sollen, und wir fuhren einen Waldweg mitten durch den Wald. Wir dachten schon, dass wir falsch abgebogen sind, aber nach einigen Minuten waren wir da. Ein kleiner Ort mitten im Nichts – total ruhig und genau das, was wir lieben!

Im Normalfall fotografiere ich erst einmal alles, dann packe ich aus und dann folgt alles andere. Diesmal waren wir aber so knapp dran, dass ich schnell etwas gegessen habe und dann noch duschen gegangen bin. Für mehr reichte die Zeit nicht, denn diesmal sind wir nicht mit dem Auto zum Konzert.


Das Konzert war in der Bürger‑Freilichtbühne Killesberg und ich hatte vorher gelesen, dass man dort kaum parken kann. Es wurde ein Park‑and‑Ride empfohlen und nach etwas Googeln ist mir eine ganz einfache Lösung vorgeschlagen worden: Mit dem Auto zum Bahnhof Murrhardt, wo man das Auto 24 Stunden für 1,50 Euro stehen lassen kann. Dann mit der Bahn weiter nach Stuttgart und mit der U‑Bahn fast direkt zur Freilichtbühne. Bahnfahren ohne Verspätungen geht ja nicht und auch diesmal gab es Verzögerungen. Diese und der doch etwas weitere Weg vom Bahnhof zur U‑Bahn führten dazu, dass wir unsere eigentliche U‑Bahn verpassten und die nächste nehmen mussten. Als wir aus der U‑Bahn‑Station kamen, hörten wir schon die Vorband und als wir recht nah waren, dann das erste Lied von Foreigner.

Nach dem Eingang noch schnell einmal Pipi und Schatzi hat uns etwas zu trinken geholt. Es war ein echt heißer Tag und ich hatte schon Kopfweh, weil ich kaum getrunken hatte. Die Bühne ist eine Art Amphitheater, das in Buchstaben unterteilt war, so dass man wusste, wo man saß. Wir hatten Sitzplätze gebucht und merkten schnell, dass wir wenig sehen würden, da sie sehr seitlich waren. Sie waren auch hintereinander, denn wir hatten erst spät mitbekommen, dass Foreigner in Deutschland ist und hatten zu spät gebucht.
Dieses Konzert war allerdings ganz anders als alle anderen Konzerte, auf denen wir je waren. Es gab Security, aber die waren eher oben. Unten war alles offen und es gab keine Absperrungen. Der Stehbereich in der Mitte war komplett offen. Ich mag diesen Bereich nicht, denn es ist immer ein Gedränge und Geschiebe und man ist da drin „gefangen“. Nicht bei diesem Konzert! Die Leute standen in angenehmem Abstand und jeder hatte die Freiheit, sich zu bewegen. Wir haben uns, statt hinzusetzen, einfach seitlich in diesen Bereich gestellt, damit wir etwas sehen. Hier und da gab es dann mal Lücken und irgendwann waren wir mitten drin. Ich habe mich trotzdem wohlgefühlt und es kam nie eine Panikattacke hoch!

Leute gingen weg, denn im oberen Ring waren Buden mit Getränken, Essen und Merchandise. Wenn sie zurückkamen, gingen sie wieder zurück an ihre Stelle. Keiner schob sich nach vorne und nahm den Platz ein. So konnte auch ich mal etwas Neues zu trinken holen und dann zurück zu Schatzi. Mit der Hitze musste man echt viel trinken.
Das Konzert war echt toll! Wir lieben Foreigner und auch wenn es nur noch ein Originalbandmitglied gibt, hörten sich die Lieder so an, wie wir sie kannten. Der Sänger hatte unglaublich viel Energie und hüpfte wie ein Gummiball auf der Bühne herum. Als die Band eine kurze Pause machte, blieb der Drummer auf der Bühne und hat uns eine echte Show geboten.

Alle tanzten und sangen mit, speziell bei den sehr bekannten Liedern. Da es ein kleineres Theater war, gab es keine Bildschirme, auf denen man das Konzert sehen konnte. Dadurch, dass ich etwas kleiner bin und die Männer vor mir natürlich größer waren, habe ich oft nicht viel gesehen. Darum habe ich auch kaum Bilder gemacht. Schatz hingegen konnte mit seiner Größe alles sehen und hat auch fotografiert. 
Kurz nach 22 Uhr war es dann leider schon wieder vorbei. Rund um die Freilichtbühne sind Wohnbereiche und somit durfte es nicht länger gehen. Es war ein so tolles Konzert und wir hatten echt Spaß. Wie bei dem ganzen Konzert lief auch das Gehen ganz gesittet ab. Keiner probierte sich vorzudrängeln oder rempelte andere an. Wir sind oben durch die Buden durch und der Geruch von Essen stieg in die Nase. Wir hatten ja etwas vor dem Konzert gegessen, aber Pommes gehen doch immer. :D

Der Weg zurück zur U‑Bahn war voll, denn die meisten werden damit gekommen sein. In der U‑Bahn haben wir noch einen Platz bekommen, aber es war echt voll! Trotzdem war es schön, denn man hat sich mit anderen über das Konzert unterhalten und so war die kurze Fahrt zum Bahnhof wirklich toll.

Tja… dann fing der Horror an. Dazu eine kleine Vorgeschichte: Wir fahren so gut wie nie Bahn, denn wir nehmen einfach immer zu viel mit. Vor 10 Jahren waren wir mit der Bahn in München und die Heimfahrt ist echt schiefgelaufen. In Nürnberg stundenlang festgehangen und somit waren alle Anschlüsse weg und am Ende sind wir erst mitten in der Nacht zuhause. In diesem Fall war es aber in Stuttgart rein und in Murrhardt raus, also mehr als Verspätung konnte ja nicht passieren, denn wir mussten nicht umsteigen. So hatte ich mir das jedenfalls gedacht. :D

Wir kommen am Bahnhof an und auf allen Tafeln stand „Züge fahren deutschlandweit nicht wegen Störung“. Ich dachte, das wäre ein Scherz – ganz Deutschland!?! War aber kein Scherz. Es stand alles still – keine Bahn oder S‑Bahn fuhr. Wir sind in einen Raum zum Pausemachen und ich habe losgelegt mit dem Googeln. Schatzi ist zurück zu den Gleisen und hat aus dem Automaten etwas zu trinken geholt, da alles andere ja mittlerweile geschlossen war. In dem Raum waren wir ca. 2 Stunden und trotz offener Türen war es echt heiß darin. Schatzi rannte ständig zum Automaten, da wir beide so Durst hatten und es gab ja nur kleine Flaschen.

Ich habe zwar einige Möglichkeiten gefunden, zurück nach Murrhardt zu kommen, aber keine, die für uns wirklich in Frage kam. Mit dem Bus hieß es mehrfach umsteigen und etliche Stunden unterwegs sein. Mit dem Mietwagen hieß es, es länger zu nehmen, da wir es ja am nächsten Tag wieder nach Stuttgart hätten bringen müssen und das wäre wirklich teuer geworden. Taxi und Uber waren unglaublich teuer. Hotels gab es entweder nur weiter weg oder auch wieder echt teuer. Umso später es wurde, umso mehr überlegten wir einfach doch ein Taxi zu nehmen.

Wir sind dann irgendwann raus und haben uns ans Gleis gesetzt – aus zwei Gründen: erstens war es angenehmer, da es offen war und der Wind etwas ging, und zweitens waren wir neben einem Getränkeautomaten. Gut, dass wir das getan haben, denn die Anzeige zeigte plötzlich an, dass unser Zug in 10 Minuten fahren würde. Am Tag danach haben wir herausgefunden, dass der digitale Zugfunk gestört war und deshalb fuhr nichts mehr. Da unser Zug nur Kurzstrecke war und wahrscheinlich als einziger auf diesen Schienen unterwegs war, durfte er fahren. Einmal nach 10 Jahren fahren wir wieder Zug und in ganz Deutschland ist ein Ausfall – das war es für uns mit dem Zug. :D

Es war Stunden später als geplant, bis wir wieder in der Ferienwohnung waren. Ich wollte nur noch ins Bett und selbst Schatzi ist nicht mehr fotografieren gegangen, sondern auch gleich schlafen. Wir hatten dann noch eine weitere Nacht in der Ferienwohnung gebucht. Zu der Wohnung und dem nächsten Tag kommt in einem zweiten Bericht.

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