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Zwischendrin gibt es immer wieder diese wärmeren Tage, an denen man schnell den Fehler macht, zu leicht angezogen nach draußen zu gehen. Für eine Jacke ist es eigentlich zu warm, aber ganz ohne ist es eben doch noch zu frisch. Viele greifen in solchen Momenten zu einer Weste – aber das ist ehrlich gesagt nicht so ganz mein Ding.
Vor einigen Jahren hat meine Freundin Heike mir einen Schulterschal gestrickt und geschenkt. Genau dieser ist seitdem mein treuer Begleiter an solchen Tagen geworden. Hals, Schultern und ein Teil des Rückens sind schön warm und geschützt. Im Winter drehe ich ihn einfach um und nutze ihn als klassischen Schal – das Dreieck vorne und den Rest locker um den Hals gelegt. Genau diese Vielseitigkeit liebe ich so an Shawls.
Vor kurzem bin ich dann über das Buch
Shawl Love vom Topp Kreativ Verlag gestolpert. Die Idee, selbst so einen Shawl zu stricken, ließ mich sofort nicht mehr los. Meinen eigenen trage ich unglaublich gern – bequem, kuschelig und einfach praktisch. Und ganz ehrlich: Ein zweiter oder sogar dritter wäre definitiv keine schlechte Idee.
Was dieses Buch so besonders macht, ist nicht nur die Auswahl der Designs, sondern auch die Art, wie alles erklärt wird. Die Shawls sind so vielfältig wie die Jahreszeiten selbst und werden von sogenannten Row Maps begleitet – klaren visuellen Anleitungen, die Schritt für Schritt zeigen, wie das Muster gestrickt wird. Für mich als Strickliebhaberin – und als jemand, der sich bei komplizierten Mustern schnell mal verliert – war das eine echte Erleichterung. Statt lange Reihenbeschreibungen zu studieren oder winzige Symbole zu entziffern, sieht man einfach auf einen Blick, wie es weitergeht.
Ein weiterer schöner Bonus: Das Buch ist zweisprachig aufgebaut. Auf jeder Seite steht links die deutsche Anleitung und rechts die englische. Ich selbst habe das Handarbeiten von meiner Oma und meiner Mama gelernt und kenne daher alle Begriffe auf Deutsch. Aber wer eher mit englischen Anleitungen arbeitet, wird sich über diese Lösung sicher freuen.
Als ich mich schließlich entschieden habe, mein erstes Projekt aus dem Buch auszuprobieren, fiel meine Wahl auf ein eher klassisches, leicht asymmetrisches Dreiecktuch – perfekt für den Herbst. Ich wollte etwas, das sowohl gemütlich auf dem Sofa getragen werden kann als auch draußen beim Spaziergang. Kuschelig, weich und trotzdem mit einem kleinen verspielten Detail.
Gerade bei diesem Projekt haben mich die Row Maps wirklich überzeugt. Statt ständig im Text nachzulesen und Masche für Masche zu vergleichen, konnte ich einfach auf die visuellen Anleitungen schauen und sofort sehen, wie es weitergeht. Anfangs war ich ehrlich gesagt ein bisschen skeptisch, ob das wirklich so gut funktioniert. Aber schon nach den ersten Reihen merkte ich, wie intuitiv diese Methode ist. Ich konnte mich ganz auf das Stricken konzentrieren, ohne ständig in der Anleitung hin- und herblättern zu müssen.
Besonders gefallen hat mir auch die Flexibilität. Wer zwischendurch ein paar Maschen weglassen oder ein paar Reihen mehr stricken möchte, kann das problemlos tun. Die Row Maps zeigen trotzdem klar, wie das Tuch seine Form behält. Für mich ist das ein großer Vorteil, denn manchmal stricke ich lieber ein bisschen nach Gefühl, statt mich streng an jede einzelne Vorgabe zu halten.
Als mein Shawl schließlich fertig war, war ich ehrlich gesagt ein bisschen stolz. Das Tuch ist weich, leicht und hält trotzdem schön warm – genau so, wie ich es mir für die kühleren Tage gewünscht hatte. Natürlich musste ich es direkt bei einem Spaziergang ausprobieren. Und das Feedback von Freunden war genauso positiv wie mein eigenes Gefühl: Es sieht fast so aus, als käme es aus einem kleinen Atelier, dabei lässt es sich mit der Anleitung wirklich gut nacharbeiten.
Die Kombination aus schönen Designs, den verständlichen Row Maps und vielen inspirierenden Ideen macht es leicht, sofort loszulegen. Und wer einmal angefangen hat, merkt schnell, wie entspannend Stricken sein kann. Für mich ist es mittlerweile ein kleines Ritual geworden – ein Moment zum Abschalten, der am Ende sogar noch ein wunderschönes Ergebnis liefert.
Bei mir wird es auf jeden Fall nicht bei diesem einen Shawl bleiben. In dem Buch habe ich noch einige Designs entdeckt, die mir richtig gut gefallen. Farblich kann ich mich dabei natürlich komplett austoben. Im Buch wird zwar empfohlen, welche Wolle und Farben verwendet wurden – aber das ist ja zum Glück kein Muss. 😉
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