Sonntag, 12. April 2015

Krups Prep and Cook - Der Abschlussbericht

Fast 4 Wochen sind nun um und morgen ist das Krups Prep&Cook Projekt vorbei. HIER könnt ihr noch mal schnell rein lesen wie er angekommen ist und wie meine erste Meinung vom Preppie war. In den 4 Wochen habe ich unglaublich viel drin gemacht und vieles ausprobiert. Rezepte aus den Kochbüchern von Krups, Rezepte für den Thermomix und Rezepte die ich sonst ganz ohne so eine Maschine gemacht habe.

Es wird nun Zeit mein Fazit zum Preppie zu ziehen und euch meine ehrliche Meinung dazu zu sagen. Bereitet euch auf einen langen Bericht vor....ich bin schlecht darin mich kurz zu halten. :D


Wie ich im ersten Bericht schon schrieb, ist der Preppie das erste Gerät das für mich sehr nah an den Thermomix ran kommt. Im Vorfeld fielen mir 2 fehlende Funktionen auf. Der Preppie hat keine Waage und auch keinen "Varoma"....also Dampfaufsatz. Ansonsten schien er alles zu können, was der Thermomix auch kann. Ich habe nun die letzten Wochen genutzt um herauszufinden ob der Preppie wirklich alles kann was der Thermomix kann und wie gut er ist.

Der Karton der hier ankam war recht schwer und innen war einiges an Inhalt. Die Basis ist recht groß und das ganze wiegt 6,6kg. Mit 330x385x320cm braucht man ein schon ein bissl Platz um sie zu stellen. Es empfiehlt sich einen festen Platz für den Preppie frei zu machen. Wenn man ihn ewig erst aus dem Schrank holen muss, nutzt man ihn net. Bei mir ist er neben dem Herd gelandet, denn dort sind keine Schränke drüber. Wenn man kocht oder das Dampfgar Programm nutzt steigt ja schon Hitze auf und deshalb ist es besser wenn oben drüber nichts ist.

Der Topf ist um einiges größer als der vom Thermomix. Er hat etwas um die 4 Liter Fassungsvermögen und 2,5 Liter Nutzungsinhalt. Der alte Thermomix hat 2 Liter und der neue müsste 2,2 Liter haben. Ich finde es vorteilhaft das nach oben noch einiges an Platz im Topf ist. So kann man mehr einfüllen, bei Zutaten die dann z.B. zusammen fallen oder im Einsatz garen. Kartoffeln bekomme ich im Thermomix z.B. ca. 800g rein und im Preppie waren 1 kg kein Problem. 

Der Preppie besteht aus einer Basis mit Bediendisplay, dem Topf mit Deckel und einem Stopfen für die Öffnung in der Mitte, 4 Schneid-, Schlag- und Rühreinsätze, ein Dampfgareinsatz, einem Spatel und einer Reinigungsbürste für die Einsätze. Eine ausführliche Anleitung und ein Kochbuch sind natürlich auch mit dabei. Die Anleitung habe ich bis heute net gelesen, da ich den Preppie dem Thermomix sehr ähnlich finde und auch so super klar kam. Alles ist recht selbst erklärend und wenn man das Kochbuch und die Einleitung liest dann hat man viele Informationen. Wer natürlich noch nie mit solchen Geräten gearbeitet hat, sollte vorher doch mal in die Anleitung schauen.

Der Preppie hat ein schönes langes Kabel und so muss er net direkt an einer Steckdose stehen. Rechts unten an der Seite ist ein An-/Ausschalter, den man leicht bedienen kann. Wenn man den Preppie eine Zeit lang ungenutzt stehen lässt, schaltet er sich automatisch in den Standby und man spart Strom. Also wenn man mal vergisst ihn aus zu machen ist er net Stundenlang an. 

Der Preppie ist wie ich liebevoll sage "idiotensicher". Durch die Anleitung in den Rezeptbüchern weiß man genau was man wann zu geben muss und wie hoch und welche Temperatur man einstellen muss. Am Anfang hält man sich ganz genau an die Rezepte, aber nach und nach lernt man auch normale Rezepte auf den Preppie umzuwandeln und was man da am besten einstellt.

Es war ein Rezeptbuch gleich mit dabei. Das ist in 3 Teile geteilt. Oben sind Vorspeise, dann Hauptspeisen und dann Nachspeisen. Man kann sich so tausend verschiedene 3 Gänge Menüs zusammen stellen. Es sind viele Grundrezepte dabei wie Milchreis, Gulasch, Kartoffelpüree, Pudding und Brot, aber auch viele interessante neue Rezepte. Im Karton lag auch noch ein Zettel mit einem Code für ein zweites Rezeptbuch das ich mir gleich bestellt habe. Auch in dan sind einige tolle neue Rezepte und viele bekannte. Man hat also viel Auswahl zum probieren, selbst wenn man erst man nur die vorgegebenen Rezepte nutzen will. 

Was für mich ganz neu war (ich glaube beim neuen Thermomix gibt es etwas ähnliches), waren die festen Programme. Im Display findet man Saucen, Suppen, Garen, Dampfgaren, Teig und Dessert. Wenn ich also z.B. einen Pudding mache muss ich net erst Zeit, Temperatur und Mischstufe eingeben, sondern nehme eines der voreingestellten Programme wo schon alles fertig ist. Net das es schwer wäre das Display zu nutzen, aber man spart ein bissl Zeit. 
Gut ist auch das sobald der Topf net richtig in der Basis ist oder der Deckel net richtig drauf ist, kommt eine Meldung und das Gerät geht net an.
Kommen wir zur Nutzung. Im Thermomix hat man ein festes Messer mit 4 Klingen. Zum rühren kommt ein Schlagaufsatz drüber. Beim Preppie hat man kein festes Messer, sondern 4 Aufsätze die man nach Bedarf rein tut und wechseln kann.
Das Universalmesser ist das schärfste und geeignet für das zerkleinern von jeglichen Zutaten. Es sind 2 Klingen, eine etwas höher als die andere. Genau da liegt glaub ich auch das Problem. Der Thermomix hat ein Messer mit 4 Klingen in unterschiedlichen Höhen. Ich habe beim Preppie probiert meinen Coleslaw zu machen. Leider waren Teile des Krauts nachher totaler Mus und andere Teile noch riesige Stücke. Dann habe ich meine Salatkrönung machen wollen. Das grobe Salz war fein, aber Pfeffer- und Senfkörner waren überwiegend noch ganz. Selbst nach etlichen Versuchen blieb das so. Bei der Leberwurst war viel Fleisch drin und mit öfterem runter schieben der Zutaten wurde dann das Fleisch sehr fein, aber teile der Zwiebeln waren noch immer drin. Hier war ich sehr unzufrieden mit der Leistung. 

Das Knet-/Mahlmesser ist wie das Universalmesser, aber hat vorne Wellenschliff. Es soll selbst Eis zerkleinern. Schokolade schafft es und auch Nüsse, aber es blieben hier und da immer einige größere Stücke. Es ist außerdem geeignet zum kneten und rühren von Teig. Ich gebe zu, das ich es hasse im Thermomix Teig zu machen, speziell Hefeteig. Da das Messer ja fest drin ist muss man dann immer probieren alles drumherum weg zu bekommen und es bleibt etliches kleben. Hier hat der Preppie für mich einen Vorteil. Wenn der Teig fertig ist nehme ich das Messer raus und muss nur den Teig mit dem Spatel raus holen. Ein Hefeteig wird mit dem Knet-/Mahlmesser und dem Teigprogramm einfach herrlich! Es wird alles erst 3 1/2 Minuten vermischt und dann stellt sich automatisch das Programm um und der Teig geht 30 Minuten auf. Es ist ein riesiger Teig nachher im Topf. Einfach fantastisch!

Der Schlag-/Rühraufsatz ist für Sahne, Eier, Puddings, Cremes und allem geeignet das flüssiger ist und gut vermischt werden muss oder steif geschlagen werden soll. Durch die Form wird viel Luft mit eingearbeitet und man hat ganz fluffige Massen. Ich habe es mit Puddings, Saucen, Cremes, Eiweiß und sogar einer Mayonnaise probiert. Alles wird perfekt. Ich hatte noch nie so ein fluffiges, steifes Eiweiß. :D
Der letzte Aufsatz ist der Misch-/Rühraufsatz. Der ist geeignet für alles was man mischen oder verrühren will. Beim Grießbrei, der ja immer gerührt werden muss, bei der Butter und den Zwiebeln die angebraten werden oder bei einem Gulasch das verrührt wird....der Aufsatz passt perfekt dazu. Es gab kein anbrennen unten oder verklumpen z.B. bei einer Mehlschwitze. Da alles immer in Bewegung ist passiert nix.  

Den Dampfgareinsatz nutzt man dann wenn man z.B. Fisch oder Fleisch nur in Dampf garen will, wenn man Kartoffeln kochen will oder wenn man ein All-in-One Rezept macht. In den Topf kommt Wasser und dann der Fisch in den Einsatz und schon wird der schonend gegart. Man kann aber auch alles für die Sauce und das Fleisch in den Topf tun und dann die Kartoffeln in den Einsatz. Schon hat man Gulasch und Beilagen gleichzeitig gemacht. Sehr praktisch finde ich hier den Silikonteil am Griff. Selbst wenn alles heiß ist kann man den Einsatz so raus nehmen ohne sich die Finger zu verbrennen.

Ich habe in den letzten Wochen nun einiges gemacht. Brötchen, Marmelade, Kuchen, Fleisch- und Fischgerichte, Beilagen, Leberwurst, Puddings, Suppen und und und. Hier und da merkte ich das es kleinere Probleme gab und der Preppie da net mit dem Thermomix mithalten konnte. Bei anderen Sachen fand ich ihn aber viel besser.

Nach dem Nutzen musst er natürlich auch gereinigt werden. Wenn er nur leicht verschmutzt war habe ich einfach etwas Wasser und Spüli rein und dann mit einer Büste und einem Spüllappen sauber gemacht. Manchmal war die Verschmutzung aber auch stärker und dann ging es ab in die Spülmaschine. Die Einsätze können Problemlos mit in die Spülmaschine, aber die beiden Messer reinige ich nur per Hand. Scharfe Messer sollte nie in die Spülmaschine. Um den inneren Teil der Aufsätze sauber zu bekommen ist ja die kleine Spülbürste dabei und so ging das immer schnell und einfach.

Der Topf hat unten ein Teil wo die Messer und Aufsätze drauf kommen. Diesen löst man unten mittels einer Schraube und nimmt ihn raus. Nun kann der Topf in die Spülmaschine und das Teil reinigt man per Hand. Der Deckel hat 2 Teile, die man ganz einfach auseinander ziehen kann. Da gibt es noch einen Dichtungsring, der auch einfach ab geht. Nach dem spülen dann einfach den Dichtungsring wieder rum machen und die beiden Teile zusammen klicken. Das Teil wieder in den Topf und die Schraube fest machen. Schon ist man fertig und alles ist sauber.

Während des Test kam nun ganz oft die Frage von Freunden und anderen Testern "Welches Gerät würdest du kaufen oder empfehlen". Das kann ich tatsächlich so pauschal net beantworten. Tatsächlich fände ich eine Mischung aus beiden Geräten absolut perfekt.

Vorteile (für mich)

- Der große Topf in den man einiges rein bekommt
- Die einzelnen Aufsätze, die man nach Bedarf nutzen kann (plus praktischer Aufbewahrungsbox)
- Die vorprogrammierten Programme
- Das übersichtliche und leicht zu nutzende Bediendisplay
- Den Dampfgareinsatz

Nachteile (für mich)

- Die fehlende Waage
- Der fehlende Dampfaufsatz (wobei es hier einen universal Aufsatz von Lurch gibt, den ich mir wohl holen werde)
- Das nicht alles fein wird beim Universalmesser

Wie ihr seht kann ich net pauschal sagen welcher besser ist. Ganz abgesehen davon das es ja noch einige andere Geräte gibt, die auch wie der Krups und Thermomix sein sollen. Wie die sind weiß ich aber auch net. Ich kann auch nur von mir ausgehen. Ich denke ganz wenigen fehlt die integrierte Waage...ich allerdings bin es gewöhnt und deshalb fehlt sie mir. Ich habe keine externe Waage. :D

Die größten Vorteile für mich sind wie einfach alles ist und natürlich das man neben Zeit auch noch Strom spart. Warum? Naja...erst mal nutzt ein Herd Starkstrom und der Preppie normalen aus der Steckdose. So ist es schon mal von Anfang an günstiger in der Nutzung. Ich muss auch net immer dabei stehen während das Gerät arbeitet. Bei einem Milchreis oder Grießbrei muss man z.B. ständig rühren, damit nix überkocht oder anbrennt. Hier wird automatisch durch das Gerät gerührt und so kann ich etwas anderes machen. So spare ich also auch Zeit. Da man das meiste im Gerät macht und nur hier und da mal umfüllen muss, nutzt man weniger Geschirr und muss auch weniger spülen. Also spart man auch Wasser und Spülmittel. :D

Wir haben heute mal zusammen gesessen und überlegt wie oft ich in den Testwochen eigentlich den Herd an hatte. Wenn es hoch kommt waren es 3 mal! Ansonsten habe ich nur im Preppie gekocht. Das dürfte schon einiges gespart haben und das ist doch immer super.  

Bleibt die große Frage am Schluss...behalte ich den Preppie oder nicht? Wir haben als Tester das tolle Angebot bekommen ihn für 150€ statt 800€ zu behalten. Dieses Angebot werde ich annehmen! Allein schon für die Teigfunktion möchte ich ihn behalten. Mein Mixer könnte dann endlich in Rente. :P

Das ihr nun täglich ein neues Rezept für den Preppie bekommt hört auf, aber ihr werdet öfters noch mal welche bekommen, denn auch viele andere Tester haben bei Foodboard auf das Krups Board viele tolle Rezepte gelegt, die ich noch testen will.  

Meine Abschlussworte - Wenn ihr eine tolle Küchenmaschine wollt und euch der Thermomix net zusagt oder zu teuer ist, dann kann ich euch mit gutem Gewissen den Krups Prep&Cook empfehlen. Ein tolles Gerät das wirklich viel kann und viel Spaß macht!
 

Kommentare:

  1. Toller Bericht und was das Gesamtfazit betrifft: wir sind uns einig :-) Liebe Grüße, Kerstin

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  2. Wenn ich bedenke, wie skeptisch du am Anfang warst, finde ich deinen Bericht echt klasse

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  3. Klasse Bericht, ich habe auch einiges gemacht und behalte ihn auf jeden Fall :-)

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  4. Schöner ausführlicher Bericht :-) Schade , dass das Universalmesser nicht alles so fein bekommt bzw nicht gleichmäßig. Ich würde gerne getrocknete Früchte/Kräuter pulverisieren, meinst Du, wenn man die Maschine nur lang genug anhat, dann wird es fein, oder ist das vergebene Mühe? Muss ja wirklich alles genau abwägen, bevor ich mir solch eine Maschine kaufe...alles andere überzeugt mich eigentlich (Waage brauche ich nicht unbedingt) aber die Funktion des Universalmessers ist für mich mit die Wichtigste...

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  5. Sehr gut beschrieben, habe jetzt alle Berichte gelesen und kann dir nur zustimmen.
    Ich habe den Preppie jetz seit ca. 6 Wochen und auch schon einiges ausprobiert.
    Beim zerkleinern kann ich deine Probleme nicht unbedingt nachvollziehen, aber vielleicht haben wir verschiedene Sachen probiert.
    Das Wichtigste ist vielleicht: es gibt sehr wohl einen Dampfgaraufsatz, der sehr groß ist und sogar zwei Etagen hat. Somit könnte man z.B. unten im Topf eine Suppe kochen, im Einsatzkorb Kartoffeln, im ersten Stock des Dampfgaraufsatzes Spargel (ich hatte sogar fast 2 kg darin) und ganz oben noch drei bis vier Stücke Lachs und hat so ein komplettes Gericht für 4 Personen in ca. 35-40 Min. fertig..... genial.

    Da ich bei Kommentaren in Blogs ein absoluter Neuling bin, schreibe ich hier als "anonym", aber nur weil ich es nicht besser weiß, sorry ;)

    Auf jeden Fall bin ich total zufrieden mit meinem Preppie :)

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  6. Es gibt einen ganz tollen dampfgaraufsatz zu der prep and Cook. Ich habe ihn beim Kauf umsonst bekommen, ansonsten muss man für den auch noch mal hundert Euro drauf legen.

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