*Werbung*
Es gibt Bücher, die man einfach nur liest. Und dann gibt es Bücher, die einen einladen, das Gelesene direkt auszuprobieren – am besten draußen, mit den Füßen im Gras und den Augen weit offen. „Wilde Pflanzen essen“ vom Kosmos Verlag gehört für mich eindeutig in die zweite Kategorie.
Als ich es zum ersten Mal in den Händen hielt, war ich sofort fasziniert. Nicht nur der Titel und das warme, grüne Cover – vielmehr die Idee, die sich dahinter verbirgt: Pflanzen nicht nur im Supermarkt oder im eigenen Garten zu essen, sondern dort, wo sie ganz frei wachsen.
Das Buch ist kein trockenes Nachschlagewerk, sondern eher ein Begleiter für Spaziergänge, Wanderungen und kleine Ausflüge in Feld und Wald. Es erzählt von Pflanzen, die uns fast überall umgeben – am Wegesrand, auf Wiesen oder zwischen den Steinen am Bach.
Dabei schafft es der Autor, eine Sprache zu finden, die sowohl informativ als auch einladend ist. Kein erhobener Zeigefinger, kein „So müsste man es machen“ – sondern ein „Komm, ich zeig dir, wie es geht“.
Besonders schön finde ich, wie das Buch das alte Wissen über essbare Wildpflanzen mit modernen Alltagserfahrungen verbindet. Für mich ist es so, als ob ich mit Schatzi´s Mama unterwegs bin, die mir ihr Wissen weitergibt.
Wo wächst Giersch, der viel zu oft als lästiges Unkraut abgetan wird? Wie erkennt man den würzigen Bärlauch, ohne ihn mit giftigem Maiglöckchen zu verwechseln? Und welche Pflanzen schmecken wirklich so gut, wie man es sich vorstellt?
Ich erinnere mich noch an meinen ersten richtigen Spaziergang mit dem Buch in der Tasche. Eigentlich wollte ich nur kurz raus, frische Luft schnappen und den Kopf frei kriegen. Aber dann sah ich auf einer kleinen Wiese neben dem Weg plötzlich eine Pflanze, die ich noch nie bewusst wahrgenommen hatte – und blätterte im Buch nach.
Drei Seiten später wusste ich nicht nur, wie die Pflanze heißt, sondern auch, wie sie schmeckt und wie ich sie später in der Küche verwenden könnte. Dieses Gefühl, plötzlich Teil einer Welt zu sein, die einem sonst verborgen bleibt, fand ich einfach wunderschön.
Das Buch erklärt nicht nur, was essbar ist, sondern auch, wo und wann man die Pflanzen findet und wie man sie sicher sammelt. Die Fotos und Illustrationen helfen dabei ungemein, weil man nicht nur eine Beschreibung liest, sondern zugleich ein Bild vor Augen hat. Ich habe es schon öfter erlebt, dass ich an einer Pflanze vorbeigehe, sie irgendwie kenne, aber nicht sicher bin – und im Buch sofort den richtigen Hinweis finde.
Und dann natürlich das Thema Kochen mit Wildpflanzen. Wer denkt, dass es dabei nur um einfache Salate geht, der irrt. Schon die ersten Rezepte haben mich überrascht – Kräuterbutter mit frischen Wiesenkräutern, ein Pesto aus Löwenzahnblüten oder ein wilder Salat mit Esskastanien. Jede neue Idee hat mich neugieriger gemacht und dazu gebracht, nicht nur zu sammeln, sondern das Ergebnis auch in meiner Küche weiterzudenken.
Was ich besonders schön finde: Das Buch nimmt einem die Scheu. Es geht nicht um komplizierte Botanik oder um gefährliches Herumexperimentieren. Es geht um Respekt vor der Natur, um Achtsamkeit und um die Freude am Entdecken. Und genau das ist es, was mich immer wieder draußen herumspazieren lässt – mit offenen Augen, einem wachsamen Blick und dem ständigen Gedanken: „Was wächst hier eigentlich alles, das ich essen könnte?“
Am Ende ist „Wilde Pflanzen essen“ mehr als ein Buch über Pflanzen. Für mich ist es ein kleines Plädoyer dafür, die Natur wieder ganz bewusst wahrzunehmen und sich selbst ein bisschen wie einen Entdecker zu fühlen – egal, ob man am Waldrand spazieren geht, über die Wiese läuft oder einfach nur den eigenen Garten betrachtet.
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung (https://www.cinnyathome.de/p/datenschutzerklarung.html) zur Kenntnis genommen und bin damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung und Beantwortung meiner Anfrage verwendet. Mit dem Absenden des Kontaktformulars erkläre ich mich mit der Verarbeitung einverstanden.