Mittwoch, 1. Oktober 2014

Cinny in Singen beim Maggi Blogger Event - Teil 2

Tag 2 des Maggi Blogger Events fing für mich schon um 5.30 Uhr so halb an. Da ist Schatzi nämlich aufgestanden um fotografieren zu gehen. Da es mal wieder keine Rollos oder Verdunklungsgardinen gab (ich verstehe nie warum so wenige Hotels das haben), war es recht hell im Zimmer und ich bin net wieder richtig eingeschlafen, sondern hab nur so vor mich hin gedöst. Um 8.00 Uhr sind wir dann zusammen mit Christa und Yagmur runter zum Frühstück. Dort trafen wir dann auch wieder alle aufeinander.

Das Frühstück war gut...viel frisches Obst, Saft, Müslis, Aufschnitt, Marmeladen und sogar Fisch. Leider gab es nur noch 1 Körnerbrötchen und wenig Körnerbrot. Auch die warme Seite fehlte mir ein bissl. Ei war zwar vorhanden, aber Bacon oder Würstchen net. International war das Frühstück also net wirklich. :P Was mich allerdings am meisten störte ist das es keinen Automat mit Latte Macchiato oder Cappuchino gab. Es gab eine Kanne Kaffee mit...für mich...recht starkem Kaffee. Es war mehr Milch und Zucker drin als Kaffee damit ich es überhaupt trinken konnte. :D


Nach dem Frühstück ging es dann los ins Maggi Werk nach Singen. Schatzi hat sich von uns verabschiedet und ist los um interessantes zum knipsen zu suchen und wir sind mit dem Bus los.
Im Werk selbst kamen dann noch 2 Bloggerinnen aus Österreich dazu und noch einige Herren. Das Werk war an dem Tag nämlich net nur für uns offen...es war Tag der Qualität und so waren auch lokale Journalisten eingeladen.Wie auch in Frankfurt gab es zuerst den Büro-Kram und ein Namensschild. :P
Man kann natürlich net einfach so im Werk rumlaufen und deshalb war das Schild notwendig. :)

Es ging nun einen Raum, wo schon Getränke und Kaffee auf uns warteten. Dort lernten wir den Chef des Werkes kennen und bekamen eine Präsentation. Es ging um viele Fakten und Zahlen und ich werde hier nun net alles aufschreiben.
Das Werk in Singen war das erste in Deutschland. Nestlé kommt ja aus der Schweiz und so war es nah an der Heimatfront. 1887 wurde das Werk gegründet und ist immer wieder etwas gewachsen. Wie ich schon vorher erwähnt ist es ein wirklich großes Gelände. Im Werk selbst arbeiten rund 800 Mitarbeiter und im Forschungszentrum nochmal rund 230. Natürlich wird net alles in Singen produziert. In Deutschland sind 22 Werke und jedes produziert andere Produkte. Singen ist für kulinarische Trockenprodukte, Konserven und Würze zuständig. Davon werden jährlich ca 70.000 Tonnen produziert.

Es gab dann auch noch eine Präsentation der Forschungsabteilung. Die fand ich sehr interessant. Wie werden neue Produkte entwickelt? Woher kommen die Ideen? Wie sehr werden die zukünftigen Konsumenten mit einbezogen? Wie hoch ist die Rate der Produkte die "durchfallen"? Schon bei der Ideensammlung sind Konsumenten dabei und ab da immer wieder. Sobald die ersten Prototypen stehen kommen speziell trainierte Leute ins Spiel, die genau kosten und die Prototypen auf die Nuance genau beschreiben können. Anhand dessen wird der richtige Prototyp ausgewählt und es kommen wieder Konsumenten dazu. Nun wird gekostet und entschieden wie gut das Produkt passt. Es gibt immer ein Vergleichsprodukt einer Konkurrenzfirma und erst wenn das neue Maggi Produkt 60% Zuspruch bekommt geht es in die Produktion. Allerdings nur für den Deutschen Markt. Für die Ausländischen Märkte geht es noch ein bissl weiter mit der Forschung, denn jedes Produkt wird im eigenen Land dann noch so überarbeitet das es zu den Konsumenten dort passt.

Nun zu einigen Zahlen die ich wirklich beeindruckend und toll fand. Nestlé probiert natürlich net nur an den Verkauf zu denken, sondern auch an die Umwelt und an die Gesundheit. Deshalb gab und gibt es einige Änderungen und Überarbeitungen.

* Nach und nach wird der Salzgehalt der Maggi Produkte um 10% reduziert
* Alle Aromen und Farbstoffe sind zu 100% natürlich
* Die Cerealien für Kinder enthalten weniger als 25% Zucker
* Süßigkeiten und Eis für Kinder haben nicht mehr als 170 Kilokalorien pro Portion
* CO2-Emission sowie Wasser- und Energieverbrauch werden um 30% gesenkt
* Umweltschonende Verpackungen
* 50% des Palmöls ist rückverfolgbar und auf Einhalt von Sozial- und Umweltstandards verifiziert
* Tomaten, Zwiebeln, Pilze und Lauch werden im Rahmen von Sustainable Agriculture Initiative beschafft
* 70% des Kaffees und 50% des Kakaos sind aus nachhaltigem Anbau
* 100% natürlich Vanille bei der Produktion von Schöller-Eis in Deutschland

Schon sehr beeindruckend oder?

Nach so vielen Fakten und Zahlen rauchte mir ganz schön der Kopf und ich war froh das wir nun los ins Werk gingen. Station 1 war das Produkt- und Technologiezentrum. Begleitet wurden wir immer von Nestlé Mitarbeitern, da man als Gast nicht einfach frei im Werk rum laufen kann. War ganz lustig so mit einem Mitarbeiter in weiß ganz vorne und einem ganz hinten. :D  Im Zentrum selbst durften wir net fotografieren, aber wir durften überall rein schauen und zu allem Fragen stellen.

Auf dem Weg zur Wareneingangskontrolle haben wir noch 2 kurze Stopps gemacht. Den ersten an einem Wasserturm der schon sehr alt ist, aber noch funktionsfähig.
Oben steht ein "Mann" und überwacht das ganze Gelände....allerdings hat der schon ganz schön unter der Witterung gelitten. :D
Einen kurzen Blick in die Kantine durften wir dann auch noch werfen. Dort war es sehr sauber, angenehm hell und es sah echt toll aus. Als Mitarbeiter fühlt man sich dort beim Essen bestimmt richtig wohl.

In der Warenannahmekontrolle wurde uns nun genau gezeigt und erklärt wie es abläuft wenn Ware ankommt. Welche Kontrollen werden gemacht...was wird wie gecheckt und welche Kriterien muss das ganze erfüllen.
Schon bei der Anlieferung wird extrem auf Hygiene geachtet, damit bei den Kontrollen keine Fremdkörper in die Produkte kommen.
Alle angelieferten Rohwaren werden kontrolliert und mit einer Vergleichsprobe verglichen. So wird sicher gestellt das alles immer gleich aussieht und den selben Standard erfüllt.
Auch hier war es sehr interessant zu sehen wie viel Wert auf Kontrollen gelegt wird, damit möglichst wenige Fehler passieren können.

Mein Magen sagte mir nun so langsam das es nach Mittag war und es Zeit fürs Essen wurde. Das wir nun in die Versuchsküche gingen und dort überall Kochgerüche waren und Essen rum stand machte es net besser. :P
Uns wurde nun das Küchenteam vorgestellt und der Leiter hat uns einiges zu der Vorgehensweise dort erzählt und was genau die Arbeit der Versuchsküche ist. Ich gebe zu das ich net viel verstanden habe. Ich stand recht weit hinten, war vom ganzen Essen um mich rum abgelenkt und er sprach mit einem holländischen Akzent...so ist das meiste untergegangen. :P
Am Buffet hinter uns wurde gut gewerkelt und immer mehr Leckereien wurden gebracht. Um mich rum hibbelten immer mehr herum...ich glaube der Hunger war generell groß und wir wussten ja das wir hier nun Mittagessen durften. :P 
Die Produkte die für uns zubereitet wurden, wurden alle mit Neuheiten gemacht. Salat, Risotto, Spätzle, Schnitzen in Kräuter-Rahmsauce, Obstsalat und Pudding....alles war für uns zum rein hauen gemacht worden. 
Was war ich begeistert von der Kräuter-Rahmsauce! Da gibt es eine von einer anderen Firma und die liebe ich und diese ist sogar noch besser! Ich habe mir sogar noch Sauce nachgeholt und ein Brötchen zum dippen. :P

Nach dem Essen wurde es dann lustig. Wir durften nun die Ravioli Produktion ganz genau anschauen. Dazu mussten wir uns allerdings passend kleiden. Sicherheitsschuhe, Schutzmantel, Schutzhaube und alles was reinfallen könnte weg...somit auch keine Kameras. Wir wurden zwar von 2 Fotografen begleitet die Bilder machten, allerdings sind die meisten von uns und sehr wenige von der wirklich interessanten Ravioli Herstellung und Verpackung. :(
Irgendwie habe ich es geschafft auf fast jedes Foto zu kommen...fragt mich net wie. :P Die wenigen Fotos von der Produktion möchte ich euch natürlich zeigen. Bei den Ravioli fängt es mit einem Teig an, der dort frisch produziert wird und in riesigen Bahnen von oben nach unten in die Maschine geht. 
In diesem Fall waren es die Klassischen Ravioli...da wurde also die Fleischfüllung eingefügt und dann die Ravioli gestanzt.
Die Ravioli wandern nun weiter und werden "vorgekocht". Die Tomatensauce wird produziert. Dann haben wir die Ankunft der Dosen gesehen. Diese werden alle kontrolliert und dann gewaschen. Ravioli und Tomatensauce werden eingefüllt. Die Dose wird verschlossen und dann Etikettiert. Das ganze hat der Fotograf leider ausgelassen und erst am Ende beim Verpacken gab es wieder ein Bild. :(
Auch hier wird sehr viel Wert auf Kontrolle gelegt und während der ganzen Produktion gibt es 8 (wenn ich das richtig behalten habe) Kontrollen. So wird vermieden das Metallstücke drin sind, das die Dose nicht korrekt verschlossen sind, das nicht genug Sauce drin ist. Am Ende gibt es nochmal einen X-Ray um wirklich alles nochmal zu kontrollieren und dann wird von jeder Charge ein 6er Pack in einen speziellen Raum gestellt. Dort bleiben sie 7 Tage stehen und in dieser Zeit bleibt die ganze Charge im Haus. Erst wenn nach 7 Tagen die abgestellten Dosen noch ok sind und dort alles einwandfrei ist geht die Charge raus zum Verkauf. Nach all dem dürfte also echt nichts passieren und jede Dose müsste total perfekt sein. 

Die vorletzte Station kam nun. Die Abfüllung und Verpackung der Trockenprodukte. Suppen, Fixprodukte, Suppen und Saucen.
Alles wird automatisch gemacht, aber natürlich kommt keine Maschine ohne Mensch aus. Die Verpackungen müssen kontrolliert werden, bevor sie in die Maschine gehen und zwischen drin muss gelegentlich per Hand eingegriffen werden. 
Die Mitarbeiter tragen viel Verantwortung und Nestlé legt viel Wert darauf das die Menschen an den Maschinen net nur zum Knopf drücken da sind, sondern sich gegenseitig helfen, gewisse Arbeiten an den Maschinen selbst übernehmen und für kleinere Probleme selbst zuständig sind. Ich muss zugeben ich war sehr froh als wir da wieder raus waren, denn es ist echt warm in dem Raum mit den ganzen Maschinen. :P

Die letzte Station stand an und der Tag war echt im Flug vergangen. Wir waren nun beim Maggi Museum gelandet.
Nach noch einem Gruppenfoto...diesmal ohne die schicke Schutzkleidung...sind wir im Museum stöbern gegangen.
 Da standen ganz viele alte Produkte von Maggi...von der Brühe über Ravioli bis zu Sondereditionen.
Der Abschluss war dann in dem selben Raum wo der Tag angefangen hatte. Wir durften noch Fragen stellen...obwohl wir das eigentlich schon von Anfang an immer durften wenn eine aufkam. Es gab noch ein bissl eine Zusammenfassung und ich habe herausgefunden das das Maggi Fix für Bolognese das beliebteste und meist verkaufte Produkt ist von Maggi. Es gab dann noch eine schöne Stofftasche mit Goodies für uns und dann war der Tag vorbei. Es hat echt viel Spaß gemacht und es war sehr informativ. Ich finde es toll das Nestlé sich so offen zeigt und man so das Gefühl hat das es keine Geheimnisse gibt. An dieser Stelle möchte ich dem ganzen Team von Nestlé und Maggi danken das sie uns so einen schönen und interessanten Tag bereitet haben.

Wir haben uns dann von den Journalisten verabschiedet und dann ging es mit dem Bus zurück zum Hotel. Für uns Blogger war an dem Abend ja noch ein Besuch in der Schweiz und am Rheinfall angesagt. Davon gibt es natürlich auch noch Bilder, aber das zeige ich euch in einem zweiten Bericht....wird sonst ein bissl viel. :)


Kommentare:

  1. Ein schöner und informativer Artikel :) Tolle Bilder und sicherlich super Eindrücke, die ihr habt erleben können udn dürfen - bin richtig (ein wenig) neidisch auf euch :D
    Danke, das ich so ein virtuell nun ein wenig miterleben und teilhaben konnte an eurem Event :)

    LG

    Manu

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  2. danke für den tollen einblick, das war sicherlich eine große bereicherung für dich! liebe gruesse!

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  3. wirklich toller artikel, hätte ich auch spannend gefunden :)

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