Dienstag, 26. Februar 2019

Als Ameise muss man den Bau in MiniCity mit Futter füllen #Piatnik #Spiele #Kinder

*Werbung*

Als Dorfkind wächst unsere Nichte etwas anders auf. Im Kindergarten gehen die Kinder an vielen Tagen raus in die Felder und lernen so über Tiere und Pflanzen aus der Region einiges. Sie spielt viel draußen mit ihren Freunden und ist sehr Naturverbunden. Eine schöne Kindheit wie ich finde.

Als ich zu Ihrem Geburtstag ein neues Spiel für sie suchte, bin ich über eines gestolpert, dass zu dieser Naturverbundenheit passt. MiniCity aus dem Hause Piatnik spielt in einem Ameisen-Bau und man selbst wird zu einem Arbeiter in einer Kolonie.
In dem Spiel geht es darum Futtervorräte in den Bau zu bringen und somit das Überleben der Ameisen zu sichern. Je nachdem wie viele Spieler es gibt, bekommt jeder 25-43 Futtersteine. Diese sind aus Holz gemacht und farblich unterschiedlich angemalt. Dazu bekommt jeder eine Ameisenfigur, die durch einen Standfuß stabilisiert ist.

Im Laufe des Spieles bewegt jede Ameise Futtersteine von der Kiste in den Ameisen-Bau. Ameisen sind kleine Muskelpakete und können ein vielfaches Ihres eigenen Gewichtes tragen. So können auch die kleinen Ameisen in MiniCity mehr als nur einen Futterstein tragen, aber mehr als 7 wird dann auch ihnen zu schwer.
Der Ameisen-Bau bietet eine Vielzahl von Vorratskammern, in denen man Futtersteine ablegen kann. Allerdings ist da immer nur eine begrenzte Anzahl an Platz und es geht auch immer nur eine bestimmte Farbe an Futtersteinen rein. So muss man beim Transport der vielen Wege genau darauf achten, wohin man läuft.

Die Bewegungen im Spiel erfolgen nicht per Würfel, sondern über Spielkarten, die man auf der Hand hat. Jeder Spieler bekommt 4 Stück davon und man zieht nach jedem Zug wieder welche nach. Man legt die Karten aneinander und kreiert so eine Ameisenstraße. Anhand dieser Straße werden die Ameisen mit ihren Steinen bewegt.
Liegen nun 3 orange Karten an der Ameisenstraße hintereinander, so kann die orangene Ameise loslaufen und 3 Schritte machen. Kommt sie dabei an Vorratskammern vorbei die die passende Farbe ihrer Futtersteine haben, kann sie die Steine ablegen....wenn die Kammer noch Platz bietet. Liegen 5 passende Karten hintereinander bewegt sich die Ameise 5 Schritte und bei 2 Karten sind es 2 Schritte.

Sobald die Ameisenstraße den Fluss erreicht hat, wird sie abgeräumt und neu angefangen. Jeder Spieler hat eine Futterkiste vor sich, in der alle Futtersteine liegen. In einem kleinen Abteil liegen die 7 Futtersteine mit denen man sich gerade im Bau bewegt. Ist dieses Abteil leer, dann füllt man es aus seiner Futterkiste wieder auf. Das Ziel des Spieles ist es alle Futtersteine in den Bau zu bringen.
Unsere Nichte hatte schnell raus, wie das Spiel funktioniert und fand es sehr lustig. Ich persönlich finde es sehr süß gemacht. Echt ist schön bunt, die Ameisen sind niedlich dargestellt und Kinder sehen wie viel Arbeit so eine kleine Ameise täglich hat. Eine schöne Mischung aus spielen und lernen.

Das Spiel selbst ist sehr stabil gemacht. Der Ameisen-Bau, die Kisten und die Ameisen sind aus stabiler Pappe, die Futtersteine aus Holz und die Karten sind schön dick. Auch bei vielem nutzen dürfte da so schnell nichts kaputtgehen.
Die Wege sind manchmal nicht ganz so einfach zu sehen und wir haben teilweise überlegt, ob wir da lang gehen dürfen. Auch das Verhalten bei mehreren Ameisen und einer Vorratskammer ist nicht ganz klar. In der Anleitung steht nichts dazu, ob immer nur eine in einer Vorratskammer sein darf oder ob mehrere reinkönnen. Da haben wir unsere eigenen Regeln gemacht.

Wir haben das Spiel zu zweit gespielt und auch zu viert. Je mehr Spieler dabei sind, umso schwieriger wird es, denn man hat weniger Chancen Kammern zu finden in denen noch keine Futtersteine sind. Ich habe schnell gemerkt, dass die Kinder die mitspielten dann recht schnell Lust verloren. Sie müssen immer wieder ziehen, aber können keine Futtersteine ablegen und da wollen sie irgendwann nicht mehr.
Wenn nur 2 spielten, dann gab es mehr Platz in den Vorratskammern und so blieb der Spaß am Spiel länger. Ich denke es ist also eher sinnvoll nur zu zweit zu spielen, wenn die Kinder noch etwas jünger sind. Ein Spiel soll ja nicht mit einem gefrustetem Kind enden.

Ich finde MiniCity sehr niedlich und mag das es Kindern das Leben einer Ameise etwas näher bringt. Mit dem passenden Buch über Ameisen kombiniert haben wir unsere Nichte so sehr glücklich gemacht und ihr ein Stück Natur geschenkt.

Keine Kommentare: