Mittwoch, 12. Dezember 2018

Die perfekte Frikadelle und welche 3 Fehler fast jeder dabei macht #Rezept #AlexanderHerrmann #Food

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Letzte Woche habe ich beim Zappen eine Sendung mit Alexander Herrmann gefunden. Er erzählte von seinem Bühnenprogramm und plauderte über vergangene Programme mit ihm. Ich finde ihn sehr sympathisch, aber muss mir normalerweise solche Sendungen nicht anschauen.

Trotzdem habe ich weiter geschaut, denn er versprach später zu zeigen wie man die perfekt Frikadelle...oder wie es bei uns heißt Fleischpflanzerl...macht und was die 3 häufigsten Fehler bei einer Frikadelle ist. Hin und wieder essen wir ganz gerne mal Frikadellen und ich war nun neugierig.
Am Sonntag musste ich das Rezept von Alexander Herrmann dann auch gleich ausprobieren, denn nun hatte Schatzi total Lust auf Frikadellen. Samstag habe ich alles dafür gekauft und dann haben wir Sonntagmittag losgelegt.

Zutaten:

- 1kg Rinderhackfleisch
- 4-5 Brezel (altbacken)
- ein Bund Petersilie
- 2 Eier
- 250ml Milch
- Salz und Pfeffer
- Butterschmalz
- Butter

Wir waren am Wochenende zu viert und ich wollte noch einige Frikadellen für den nächsten Tag. Falls man nur zu zweit oder zu dritt ist, dann kann man die Zutaten auch halbieren. Auch muss es kein Rinderhackfleisch sein. Alexander Herrmann hatte Kalbshackfleisch und ich bin mir sicher, dass es auch mit halb Rind/halb Schwein geht. Wir essen einfach am liebsten Rinderhackfleisch.
Den ersten Schritt einer Frikadelle...und den ersten Fehler...habe ich ausgelassen. Die Zwiebel! Wer Zwiebeln isst und welche in seine Frikadellen tut, wird diese roh zu dem Hackfleisch geben. Da ist der Fehler auch schon! Man sollte nie rohe Zwiebel nehmen, sondern sie vorher anbraten und dann etwas in der Milch köcheln lassen. So wird auch gleich die Milch warm.

Die Brezel werden einfach in Scheiben geschnitten. (Ich denke ein normales Brötchen geht auch ohne Probleme). Hier kommt der nächste Fehler und ja...ich mache da zwar nicht den Fehler, aber einen anderen. Viele nehme ein Steinhartes altes Brötchen und ersaufen das ellenlang in Milch. Dann wird es ausgedrückt und kommt in das Fleisch. Ich nehme meist gar kein Brötchen, sondern greife gleich zu Bröseln. Ich hatte die Brezel am Vortag gekauft und sie waren nun nicht mehr ganz frisch, aber auch nicht steinhart.

Man sollte auch nicht zu wenig Brezel nehmen. Von der Menge her nimmt man am besten das gleiche Volumen wie Hackfleisch. In beiden Schüsseln war also dieselbe Füllmenge an Brezelstücken und Hackfleisch. In die Schüssel mit den Brezelstücken kommt die warme Milch (mit oder ohne Zwiebel). Zu dem Fleisch kommen die Petersilie, Ei, Salz und Pfeffer. Dann gibt man die vollgesaugten Brezelstücke dazu.
Bei Teig und auch bei Frikadellen arbeite ich gerne mit der Hand. Man kann so besser mischen oder kneten. Die Frikadellenmischung wird also am besten mit der Hand vermischt. Nicht zu fest kneten, da man die fluffigen Brezelstücke nicht zerquetschen sollte. Aus dem Teig dann Frikadellen formen, die von der Größe her zwischen einem Golfball und einem Tennisball liegen.

Fehler Nummer 3 wird nun meist gemacht und da reihe ich mich ein. Viel Öl oder Schmalz in die Pfanne...heiß werden lassen und Frikadellen rein. Man hat fast immer eine sehr dunkle Außenseite, denn sonst sind dir Frikadellen innen noch leicht roh. Im Fall von Alexander Herrmann kommt etwas Schmalz in eine Pfanne und wird warm gemacht. Dann kommen die Frikadellen rein. Sie braten leicht an und dann dreht man sie um, um auch die andere Seite anzubraten. Sie müssen nicht fertig angebraten sein, denn das macht man noch etwas später.

Sobald beide Seiten leicht angebraten sind, wird die Hitze hochgedreht und es kommt großzügig Butter in die Pfanne. In der Sendung hat Alexander Herrmann hier noch Zitronenschale und Thymian zugegeben. Das habe ich ausgelassen. Die Butter fängt an zu blubbern und man gibt dem ganzen ca. 1 Minute.
Die Pfanne wird dann von der Platte gezogen, Deckel drauf und man warten 5 Minuten. In dieser Zeit werden die Frikadellen innen Dampf-gegart, wodurch sie innen durch werden. Dann kommt die Pfanne wieder auf die heiße Platte und man brät die Frikadellen zu Ende. Hier entscheidet dann die eigene Vorliebe. Wir mögen sie gerne etwas dunkel und haben sie also ein bisschen länger in der Pfanne gelassen.

Wir haben zu den Frikadellen Kartoffelpürree und Salat gemacht. Außen hat man eine schöne Kruste, aber innen sind sie total fluffig und saftig! Absolut nicht mit den kompakten Frikadellen zu vergleichen, die sonst bei mir rauskamen. Das Rezept ist ein Treffer und wanderte gleich in mein Rezeptbuch. So werden Frikadellen in Zukunft nur noch gemacht werden. 

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