Montag, 20. August 2018

Wir haben unsere ersten Shiitake Pilze geerntet #HawlikPilzbrut #Food #Selberzüchten

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Ich mag Pilze überhaupt nicht, aber Schatzi liebt sie! Ich kaufe ihm auch öfters welche und mache sie ihm dann. Allerdings bietet unser Supermarkt nur Champignons. Andere Sorten Pilze habe ich da noch nie gesehen.

Damit Schatzi auch mal was anderes auf den Teller bekommt, musste ich mir also etwas anderes einfallen lassen. Am einfachsten wäre sie selbst zu züchten. Allerdings bin ich ja eine Pflanzen-Niete und kenne mich bei Garten und sowas gar nicht aus. Schatzi´s Mama zwar schon, aber bei Pilzen halt auch nicht.
Im Internet gibt es allerdings ja nichts, was es nicht gibt. So habe ich Hawlik Pilzbrut entdeckt. Dort kann man neben getrockneten Pilzen, Kräutern, Tees und diverse andere Sachen auch Pilze zum selber züchten kaufen. Neben den klassischen Champignons gibt es auch noch

- Austernpilze
- BIO-Edel-Pilz-Mix
- Braunkappe
- Hericium
- Kräuterseitling
- Limonenpilz
- Parasol
- Shiitake
- Shimeji
- Steinchampignon
- Toskanapilz
Man sucht sich einfach die gewünschte Pilzsorte aus und bestellt eine Pilzkultur. Diese kommt dann per Post nach Hause. Im Karton ist dann allerdings nur die Pilzkultur und ein kleines Plastikbündel.

Die Anleitung muss man sich dann selber aus dem Internet holen und ausdrucken. Ich bin auch dafür nicht Papier zu verschwenden, aber in diesem Fall hätte ich eine Anleitung in Papierform schon besser gefunden. Ich habe mir für eine Shiitake Pilzkultur entschieden.
Die Kultur kommt in einer Plastikfolie, die oben eine Art Wattedocht drin hat. Über diesen kommt Luft und Feuchtigkeit rein. Man lässt die Kultur auch erst einmal darin und stellt sie einfach nur auf einen Teller oder Untersetzter.

Erst wenn man in der Folie die ersten kleinen Knöpfe entdeckt, schneidet man die Folie auf. Die Kultur kommt wieder auf den Teller und aus dem Plastikbündel holt man eine Haube. Diese kommt über die Kultur. Nun heißt es täglich lüften und bei Bedarf etwas wässern.

Ich habe als Standort die Speise ausgesucht, da die bei uns am kühlsten ist. So eine Pilzkultur sollte nicht zu warm stehen. Im Keller ist es allerdings auch nicht so gut, da Pilze auch Licht brauchen. Als ich die ersten Köpfchen gesehen habe, habe ich die Folie entfernt und die Haube drüber. Dann hieß es warten. Innerhalb von 4 Wochen sollen sich nun Pilze bilden.

Die kleinen Pilzköpfchen starben bei mir recht schnell an. Da ich noch nie Shiitake Pilze hatte, wusste ich auch nicht wie groß sie werden und wann ich sie ernten müsste. Ich habe dann wohl zu lange gewartet. Als sie schrumpelten, habe ich sie abgeschnitten und auf neue gewartet. Leider passiert dann nichts mehr. Es bildete sich eine leicht weiße Schicht, aber sonst tat sich nichts.

Ich habe Pilzbrut also angeschrieben und gefragt, ob ich etwas falsch mache. Die Antwort war wirklich super. Man hat mir sehr detailliert erklärt, was mit der Kultur ist, wo sie stehen sollte, wie die Temperatur sein sollte und was ich ausprobieren könnte.

Ich habe die Haube ganz entfernt, mit einem Hammer ganz leicht auf die Kultur geklopft (Erschütterungen aktivieren das Wachstum bei Shiitake Pilzen) und dann einige Löcher reingestochen. Dann habe ich die Kultur erst einmal gut gewässert. Danach hat es wirklich keine 2 Tage gedauert und es kamen wieder neue Köpfe!
Nach gerade mal einer Woche sah meine Kultur dann so wie auf dem Bild aus! Einige schöne große Pilze und mehrere Kleine. Sie wuchsen an der Seite entlang nach oben und wurden richtig schön groß.

Ich persönlich fand ja, dass die Kultur oben etwas trockener aussah als unten, aber gerade da oben wuchsen die Pilze. Sie standen recht nah beieinander, aber das ist egal. Ernten kann man sie immer noch sehr gut.
Shiitake Pilze kommen im originalen aus Asien und gehören mittlerweile zu den meistangebautesten Pilzen nach dem Champignon. Es ist ein dickfleischiger Pilz mit fester Konsistenz. Sein Geschmack gehört in die Kategorie umami.

Wir haben noch nie Shiitake Pilze gehabt und ich wusste wirklich nicht, wie ich damit umgehen soll. Im Endeffekt habe ich ihn behandelt wie ein Champignon. Scheint auch gut gewesen zu sein, da es alles funktioniert hat. :P
Ich habe die Pilze an der Basis von der Kultur geschnitten. Gereinigt werden müssen sie ja nicht, da sie nicht in Dreck liegen. Ich habe dann oben etwas die Haut vom Kopf des Pilzes geschält und ihn dann einfach in Scheiben geschnitten.

Für eine Pilzspeise hat es noch nicht ganz gereicht, aber um die Pizza damit zu belegen. Ich habe die Pilze einfach roh drauf gelegt und dann die Pizza ganz normal in den Backofen gegeben. Durch die Sauce auf der Pizza bekamen die Pilze etwas Feuchtigkeit und sind so gut mit gebacken.
Durch die Anleitung weiß ich das da noch einiges mehr kommen kann. Normalerweise macht die Kultur  2-4 Wochen Pause nach einer Erntewelle und dann kommen neue Pilze. 2 bis 3 Erntewellen sind möglich, bevor man die Kultur dann ganz normal im Kompost entsorgen muss.

Ich hoffe also das noch einige Pilze kommen und ich Schatzi mal eine Pilzpfanne daraus machen kann. Er fand die Konsistenz und den Geschmack der Pilze auf der Pizza nämlich ganz lecker und möchte sie noch einmal anders probieren.
Die Preise von so einer Kultur liegen zwischen 9,90€ und 13,90€ bei eher normalen Sorten und dann hoch bis zu 39€ für etwas außergewöhnlichere Sorten. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir uns da noch ein paar mehr von bestellen und so gleich einen ganzen Haufen an Kulturen in der Speise stehen haben. So kann ich dann immer welche ernten und Schatzi lernt mal ganz neue Sorten Pilze kennen. ;)

Für Pilz-Fans eine absolut tolle Idee und selbst wenn man keinen grünen Daumen hat, kommt man damit noch sehr gut klar.

Kommentare:

Meine Testecke hat gesagt…

Sieht wirklich interessant aus.
LG

Leane hat gesagt…

Wir hatten vor einer Weile eine eigene Championzucht und die Ernte war perfekt
Liebe Grüße Leane