Mittwoch, 24. Juni 2020

Sauerbraten gehört bei uns zur Weihnachtstradition und ich habe ihn nun das erste mal selber gemacht #Rezept #Food #MeinHanskanns

Gewisse Lebensmittel oder Gerichte möchte man nicht Essen, da sie nicht wirklich gut aussehen oder irgendwie komisch klingen. Schaue ich mir einen Tintenfisch an, dann ist der Gedanke so etwas zu essen nicht wirklich in meinem Kopf. Calamari liebe ich aber total!

Genauso was es früher mit Sauerbraten. Ich mag Braten wirklich gerne, aber das klang irgendwie nicht appetitlich. Sauer sollte ein Braten doch nicht sein. Dazu kam dann das Wissen, dass der Braten tagelang in einem Sud liegt und dann grau aussieht. Damit war es für mich vorbei und ich habe nie einen gegessen....tja...bis ich dann mit Schatzi zusammenkam und es bei ihm Tradition ist Sauerbraten zu Weihnachten zu essen.
Ich kannte seine Familie damals erst ein halbes Jahr und wollte seiner Mama nicht gleich vor den Kopf stoßen, also Augen zu und durch! Wir essen Sauerbraten immer noch zu Weihnachten, aber auch im Laufe des Jahres immer mal wieder und ich liebe ihn. Schatzi´s Mama macht ihn so gut, dass ich es noch nie ausprobiert habe.

Mittlerweile fällt ihr aber alles schwieriger und man weiß ja leider nie, wie lange man eine geliebte Person noch bei sich hat. Ich wollte dieses Jahr zu Weihnachten also das ganze Mal mit ihr machen und lernen wie man einen Sauerbraten macht. Als ich vor kurzem dann aber ein Sauerbraten Rezept auf der Mein Hans Seite entdeckt habe, musste ich es doch gleich probieren. Es gab am Wochenende also Sauerbraten. :)

Rezept:

- 1,5 kg  Rinderschmorbraten
- 700 ml Rotwein
- 350 ml Apfelessig
- 200 ml Wasser
- 3 Zwiebeln
- 4 Karotten
- 1/2 Knollensellerie
- 15 Pfefferkörner
- 2 Nelken
- 2 Wacholderbeeren
- 2 Lorbeerblätter
- 2 EL Butterschmalz
- 30 g Stärke
- 350 g Schlagsahne
- Salz, Pfeffer, Zucker
Ein Sauerbraten muss einige Tage in einem Sud liegen, also einige Tage mehr einplanen. Die Karotten werden geschält und in Scheiben geschnitten. Der Sellerie und die Zwiebeln werden ebenfalls geschält, aber gewürfelt. Das ganze Gemüse, Rotwein, Essig, Wasser, Pfefferkörner, Nelken, Wacholderbeeren und Lorbeerblätter in den Topf geben und den Mein Hans auf Manuell - 120° Grad einstellen.

Sobald der Sud aufgekocht ist, lässt man ihn 3 - 4 Minuten sprudeln. Mein Hans ausschalten und den Inhalt komplett abkühlen lassen. Das Fleisch in eine Schüssel geben, die man luftdicht verschließen kann. Der Sud (samt Gemüse) wird dazugegeben. Das Fleisch muss komplett bedeckt sein. Falls das nicht der Fall ist, noch etwas Wasser zugeben. Die Schüssel verschließen und in den Kühlschrank stellen. Dort sollte sie 3 bis 5 Tage stehen bleiben.

Nach 3 Tagen habe ich das Fleisch aus dem Sud geholt. Es wird trocken getupft und der Sud wird durch ein Sieb gegossen. Das Gemüse und die Gewürze kommen in den Bio-Müll....leider viel zu viel Essig, um es unseren Hühnern zu geben. :D
Am Mein Hans stellt man das Anbraten Programm an und gibt das Butterschmalz rein. Wenn es geschmolzen und heiß ist, kommt das Fleisch dazu. Einmal rundherum anbraten, damit alles eine schöne Farbe bekommt. Das Fleisch wieder rausnehmen und die Hälfte des Suds reingeben. 2 bis 3 Minuten lang aufkochen lassen und dann das Fleisch wieder reinlegen.

Das Anbraten Programm stoppen. Den Deckel drauf, das Ventil geschlossen und das Dampfdruck 2 Programm auswählen. 40 Minuten Zeit eingeben und starten. Wenn es piepst noch einmal 10 Minuten warten und dann den Dampf entlassen. Ich hatte ein fast 2 kg Stück Fleisch und hätte statt 40 Minuten lieber 50 Minuten nehmen sollen. Je mehr Fleisch, umso mehr Zeit muss man eingeben. In der Mitte war es beim Schneiden noch etwas zu rosa.

Das Fleisch aus dem Topf nehmen und warm stellen. Den restlichen Sud mit der Speisestärke vermischen und eine Hälfte davon zu dem Sud im Topf geben. Das Anbraten Programm starten und die Sauce aufkochen lassen. Die Sahne zugeben und gut unterrühren. Ich habe hier erste einmal nur die Hälfte genommen und dann den Rest von der Sud-Stärke Mischung zugegeben. Die Sauce wurde schön dick. Etwas Zucker, Salz und Pfeffer dazugeben. Dann habe ich nach und nach etwas mehr Sahne reingegeben und zwischendrin immer wieder abgeschmeckt. Als die Sauce den von uns gewünschten Geschmack erreicht hatte, habe ich die restliche Sahne (ca. 100 ml) einfach weggelassen.
Das Fleisch hat Schatzi mit einem Messer schön dünn geschnitten. Bei uns gibt es klassisch Knödel mit Bröckele und Rotkraut dazu. Es passen aber auch Erbsen&Möhren oder Bohnen und als Beilage Kartoffelpüree oder Spätzle. Das ist dann ganz Geschmackssache.

Ich hatte mir wegen dem Fleisch keine Gedanken gemacht, sondern nur wegen der Sauce. Natürlich ist sie nicht so wie die Sauce von Schatzi´s Mama, aber sie kam nah dran und hat uns sehr gut geschmeckt. Ich werde also ab nun öfters mal einen Sauerbraten machen. Mit Mein Hans hat das einfach super geklappt.

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