Montag, 5. November 2018

Freundschaftsbänder kann man auch ganz einfach herstellen #KumiKreator #Kinder #DIY

*Werbung*

Ich fange mit dem Geschenke besorgen für Weihnachten immer sehr früh an. Wenn ich im Sommer etwas sehe, dann nehme ich es auch dann schon mit. Vor kurzem bin ich über das perfekte Geschenk für unsere Nichte gestolpert.

Sie liebt Spiele, Barbie und auch Playmobil...allerdings bastelt sie auch sehr gerne und macht Dinge selbst. Im Sommer habe ich probiert ihr beizubringen, wie man Freundschaftsbänder macht. Wie es geht, hatte sie schnell raus, aber die Geduld fehlte. Mit dem KumiKreator dürfte es nun einfacher sein für sie.
Es gibt ja verschiedene Arten Freundschaftsbänder zu machen. Ich habe in meiner Jugend eine Art mit Knoten gelernt. Verschieden farbige Bänder werden zur gleichen Länge abgeschnitten und oben zusammen geknotet. Mit einer Sicherheitsnadel haben wir uns das ganze dann ans Bein gemacht und im Sitzen ging das Knoten los. Man nahm den vorderen Faden und knotete ihn mit den restlichen nach und nach zusammen. Dann fing man vorne mit einem neuen Faden an. War einfach, aber es dauerte halt eine gewisse Zeit, bis man eines hatte, dass lang genug war.

In Japan macht man sie mit einer Art runden Schablone und bekommt dann kein flaches Band, sondern ein rundes. Das ganze erinnert mich ein bisschen an eine Strickliesel. Geht ein bisschen schneller und sieht auch ganz hübsch aus. Der KumiKreator ist an diese Art von Freundschaftsband angelegt, denn diese Methode heißt in Japan Kumihimo.
Mit dem KumiKreator kann man ganz schnell Freundschaftsarmbänder machen und er ist perfekt für meine ungeduldige Nichte. :P Wenn man das Set kauft, hat man gleich alles drin um sofort loszulegen.

- 88 Spülen mit Bändern in verschiedenen Farben
- Schnallen
- Endkappen
- Schließ-Aufkleber
- Muster-Heft
- Messband
- Anleitung
- und natürlich den KumiKreator selbst
Man brauch eigentlich nur noch eine Schere und dann kann es loslegen. Ich habe es einmal ausprobiert, um zu sehen, ob es wirklich so schnell und einfach ist, wie es auf der Box steht.

In dem kleinen Muster-Heft sucht man sich ein Armband aus. Die Bänder haben alle englische Namen, was etwas schade ist, da das ja nicht alle Kinder verstehen. Ich habe zum Testen das Muster Buttercup gemacht.
Man benötigt immer das Band zum Messen, 2 Schnallen, 2 Endkappen und 2 Aufkleber. Dazu kommen dann Spulen mit Bändern in den Farben im Muster-Heft. Die Teile sind schön sauber in der klaren Halterung und am besten lässt man sie zum Aufbewahren auch darin.

Das erste Mal muss man noch den Arm auf den KumiKreator stecken. Danach kann man ihn dran lassen und das Teil so wegräumen. Wie genau man ein Armband erstellt, wird sehr schön mit Text und Bildern in der Anleitung erklärt.
Es gibt Armbänder mit einer verschiedenen Anzahl an Bändern. Nimmt man 12, dann hat man ein recht dickes Armband...je weniger, umso dünner. Das Buttercup hatte 8 Bänder. Die Spulen werden in einer bestimmten Reihenfolge in die Halterung gesteckt. Die genaue Reihenfolge und welche Halterungen leer bleiben sieht man in dem kleinen Muster-Heft.

Die Spulen clicken leicht beim rein drücken und dann sitzen sie fest. Oben ist die Halterung offen und dort werden die einzelnen Fäden nun durchgeführt. Diese kommen in eine Halterung am Arm und werden festgesteckt durch den vorderen Teil des Armes.
Wichtig ist das alle Fäden schön gespannt sind. Nur so ergibt es nachher ein stabiles Armband ohne Schlaufen. Hier könnte noch etwas Hilfe von der Mama nötig sein, da es doch etwas fummelig ist alle Fäden passend rein zu bekommen. Sie müssen auch alle oben festgeklemmt sein, denn sonst lösen sie sich beim Erstellen.

Die Vorbereitungen sind nun fertig und der Spaß beginnt! Am Gerät ist eine Kurbel, die man nun einfach dreht. Durch das Drehen bewegen sich die Spulen-Halterungen in einem bestimmten Muster. Dabei werden die Bänder vermischt.
Gleichzeitig fängt der Arm an nach oben zu gehen und zieht dabei die Fäden mit hoch. Durch dieses hochziehen und gleichzeitig das Vermischen der Bänder entsteht ein Armband. Das geht ganz schnell und man sieht wie das Band immer größer wird. Man sollte hier aber nicht ungeduldig werden und zu schnell drehen, denn dann können die Spulen einen "Stau" verursachen und sich verklemmen. Dann muss man alles rausnehmen, die Verklemmung lösen und noch einmal anfangen.

Ich habe eine gleichbleibende Geschwindigkeit zum Kurbeln genommen und der Arm ging immer weiter nach oben und das Armband wurde immer länger. Alles sah echt toll aus und es war wirklich ganz einfach.
Der Teil, durch den man die Fäden gezogen hat, ist vorne zwar offen, aber eng zusammen. So besteht auch nicht die Gefahr, dass ein Faden rausrutscht und man neu anfangen muss. Alles ist sehr stabil und da geht so schnell nichts schief.

Wie weiß man nun aber das man am Ende ist? Dafür hat der KumiKreator eine passende Markierung. Hinten unter dem weißen Teil des Armes hat man 2 rote Streifen. Wenn der Arm weiter nach hinten klappt, sieht man auch dort einen roten Streifen, der mit jeder Drehung weiter nach oben kommt.
Sobald alle 3 rote Linien zusammen in einer geraden Linie sind, ist man fertig und kann aufhören zu drehen. Es ist dann noch ein kleines bisschen Faden auf den Spulen, aber wenn man weiter drehen würde, würden sich diese lösen und das Armband würde sich aufribbeln.

Ich denke 1 bis 2 Umdrehungen hätte ich noch machen können, denn es war noch ein gutes Stückchen Faden auf der Spule. Ich wollte allerdings nicht, dass dann doch etwas sich löst und ich wieder von vorne anfangen musste.
Die Spulen kann man, wenn sie leer sind, natürlich wieder mit neuen Fäden bestücken. Die Fäden sind ungefähr so dick wie ein Wollfaden, aber stabiler. Ich denke aber auch Wolle dürfte hier gut funktionieren. Ich werde das mit unserer Nichte dann mal testen.

Bevor man das Armband nun entnimmt, muss man es sichern. Noch sind die Enden ja lose und alles würde sich wieder trennen. Genau dafür sind die Aufkleber. Oben bring man den ersten genau unter der Faden-Halterung an.
Man wickelt den Aufkleber drum und drückt die Enden zusammen. Dann drückt man alles so nah an das Band heran, wie es geht, ohne das der Aufkleber reißt. So wäre nun die obere Seite des Armbands schon einmal fertig.

Bevor man nun die untere Seite auch mit einem Aufkleber fest macht, muss man entscheiden, wie lang das Armband werden soll. Dazu dient das Maßband. Es wird um das Handgelenk gelegt und an einer der Einkerbungen eingesteckt.
Dann kommt der Stern oben an das Armband und unten wo die passende Zahl steht, kommt dann der zweite Aufkleber. So hat man nun die richtige Größe für den Arm.

Wie man bei mir sieht, passte die 4 genau an den Punkt wo das Armband auch zu Ende war. Um ein etwas längeres Armband zu bekommen, hätte man wirklich noch ein oder zweimal drehen müssen.
Der Aufkleber wird unten genauso angebracht wie oben. Drum wickeln, zusammen drücken und fest an das Armband pressen. Jetzt schneidet man die Fäden ab, damit man das Armband aus dem KumiKreator nehmen kann.

Die Spulen zieht man einfach aus dem Halterungen und steckt sie wieder in die Aufbewahrungsbox. Wenn mehrere Kinder Armbänder machen, könnte man nun den KumiKreator wieder mit neuen Spulen bestücken und während man das eine Armband fertig macht, kann das nächste Kind schon seines erstellen.
Die losen Fäden werden nun auf eine gewisse Länge abgeschnitten...so knapp vor dem Aufkleber wie möglich. Da die Fäden etwas dicker sind, sollte die Schere schön scharf sein. Auch hier kann die Mama bestimmt helfen, damit nichts passiert.

Es bleiben nun nur noch 2 Schritte. Die Endkappen kommen über das Armband. Dann drückt man die kleinen blauen Plastikteile in das Armband. Die haben kleine Zähne und stecken so ganz fest in den Fäden.
Nun kann man die Endkappe hoch ziehen und sie bleibt über dem Ende des Fadens. Das Plastikteil ist nämlich eine Art Stopper und verhindert, dass man die Endkappe wieder ganz abmachen kann. Das Armband ist nun fertig und kann angelegt werden.

Das Armband ist echt süß geworden...wie man sieht...und lässt sich gut tragen. Die beiden Endkappen werden zusammen gesteckt und schon sitzt das Armband fest. Beim zusammen stecken ist Hilfe von Vorteil, aber ab bekommt es jeder allein. Etwas fest dran ziehen und schon ist es auf.
Ich finde den KumiKreator echt toll! Für jüngere Kinder ist noch etwas Hilfe von Vorteil, beim Vorbereiten und nachher beim Schneiden, aber das Drehen bekommen sie alle alleine hin. Da es schön schnell geht, verlieren Kinder nicht die Lust dran und haben nach wenigen Minuten das Resultat in den Händen.

Ich bin mir sicher, dass sich unsere Nichte total über den KumiKreator freuen wird. Heiligabend werde ich dann wohl mit ihr am Tisch sitzen und welche für die Familie machen. :P

Keine Kommentare: